Studieren in der goldenen Stadt

Anna unterwegs in Tschechien

17Juli
2019

Dies und das und die kleinen Dinge im Leben

Tja, jetzt habe ich schon meine Halbzeit im Kinderheim rum und wirklich viel berichtet habe ich immer noch nicht. Das tut mir echt leid, hat aber einige Gründe. Zuallerersteinmal halten einen so um die 50 Kinder immer sehr, sehr gut auf Trab! Sei es Hausaufgabenbetreuung, Spiele spielen oder einfach zusammen tanzen - es ist immer Action angesagt. Dabei ist tanzen mein persönlicher Favorit, denn die Kids kennen tatsächlich noch die Tänze, die ich ihnen vor 2 Jahren beigebracht habe. Weniges macht so stolz wie sowas :) Und naja, die Art auf die sich die Kids hier bewegen können ist unfassbar, selbst die Dreijährigen sind Profis im Hüften schwingen und Choreos abgucken.

Dann waren wir ja permanent mindestens vier Freiwillige und da werden dann die Abende zusammen verbracht, nachdem die Kinder im Bett sind. Wir spielen besonders gerne "Exploding Kittens" oder lassen einfach die lustigen Geschichten des Tages Revue passieren.

Und einer der Gründe war auch Freddy. Die meisten von euch wissen wahrscheinlich, dass er mein Freund ist und für zwei Wochen hier war und dann möchte man natürlich auch Zeit zu zweit verbringen. Das war tatsächlich gar nicht so einfach, denn auch die Ausflüge haben wir immer alle miteinander unternommen. Zum Glück hatten Freddy und ich letztes Wochenende einen Tag am Strand in einer süßen Lodge nur für uns. Das war auch einfach schön, Candle-Light Dinner, Zeit zu zweit, das Meer und einfach viel quatschen!

Die Zeit mit den Kindern ist zwar anstrengend, aber hat auch ihm viel Spaß gemacht und es war auch gerade gut als Tapetenwechsel zur sonstigen Vollzeitstelle. Okay - zugegebenermaßen- die Kinder sind auch eine Vollzeitstelle. Aber dafür immerhin zuckersüß, wenn sie sich nicht gerade an die Gurgel gehen wollen. Die Kinder lassen einem das Herz regelmäßig schmelzen, lassen einen lachen, erstaunt sein und das Leben aus einem anderen Winkel sehen.

Ich bin wirklich beeindruckt davon, wenn man seinen Jahresurlaub für so ein Projekt wie Greensleeves benutzt. Klar hat das auch viel mit mir zu tun, aber es freut mich so, dass Freddy diesen Ort, der mir so am Herzen liegt, kennen und lieben gelernt hat. So einen Menschen im Leben zu haben tut gut und macht glücklich!

Abenteuerlust, neue Kulturen, neue Orte, raus aus der Komfortzone - das sind die besten Dinge, die man tun kann, aber man muss sich selbst immer wieder ein bisschen selbst anschubsen. Und wir haben viel erlebt, durch die Kombi aus Ausflügen und Kinderheim hat Freddy einen wirklich guten Eindruck von Südafrika bekommen - und es hat ihm gefallen!

Wir alle haben gesagt, dass wir kaum Orte auf der Welt kennen, wo Menschen so freundlich sind ohne aufgesetzt zu wirken. Man führt ein bisschen Smalltalk mit fremden Leuten, ob im Supermarkt, Hotel oder Restaurant - und es macht Spaß, denn es steck ehrliches Interesse dahinter.
Südafrika hat mein Herz ja schon lange erobert und jetzt auch irgendwo Freddys. Umso mehr bin ich gespannt und freue mich, was meine Familie sagen wird, wenn sie in zwei Wochen kommen!

12Juli
2019

Sportlich sportlich

Gestern haben wir an der Greensleeves Schule den ersten Sports day, also sowas wie Bundesjugendspiele veranstaltet.
Wir Frewilligen waren für Planung und Durchführung verantwortlich und haben uns viel Mühe gegeben.

Meiner Meinung nach war das fertig machen in den entsprechenden Team am Besten, denn wir hatten farbig passenfe Bänder, Haarspray, Röcke und T shirts in die sich alle einkleideten. Ein Teamspruch war natürlich auch Pflicht, ob "1, 2, 3, TEAM YELLOW" oder "GREEN TIGERS" ganz egal.

Danach kam der sportliche Teil mit 5 verschiedenen Spielen wie Eierlaufen (aber im Mund balancieren), Staffellauf, Akrobatik, Hindernislauf und Zielwerfen. Trotz der unterschiedlichen Altersklassen kamen alle Kinder auf ihre Kosten und hatten viel Spaß. Und natürlich auch wir Betreuer, obwohl wir am Ende des Tages hundemüde ins Bett fielen.

Fazit: Für den ersten Sports day in Greensleeves hat alles überraschend gut geklappt und ich bin außerordentlich stolz auf die Kinder und ihre Leistungen!

05Juli
2019

Wieder zurück!

Ja, manchmal habe ich über die Zeit vergessen, wie anstrengend Greensleeves ist. Aber ja, trotzdem liebe ich es hier und komme immer wieder zurück.

Die Kindern sind manchmal unfassbar schlimm & anstrengend, aber zu sehen, wie sie sich umeinander kümmern, wie weit entwickelt sie für ihr Alter sind und was für tolle Persönlichkeiten in ihnen stecken, lässt mein Herz immer so glücklich werden.

Ab Montag sind die Ferien vorbei, dann geht es auch für uns Freiwillige wieder richtig los, wir sind momentan zu 5. das ist eine gute Anzahl, um ein bisschen Programm und Aktivitäten zu planen.

Vor ein paar Tagen stand direkt eine Hammer Erfahrung an, nämlich Inkwenkwesi! Das ist eine Safari Park in dem ich schonmal vorher war. Zuerst waren wir aber noch einen Tag am Strand und sind ins eiskalte Meer gesprungen. Leider ist momentan hier Winter und die Sonne geht immer schon um kurz nach 5 unter, das ist total schade. Wie dem auch sei, hatten wir einen tollen Nachmittag am Strand und der Sonnenaufgang, den ich am nächsten Morgen gesehen habe, war fantastisch!

Weiter gehts ins Game Reserve. Dort leben auf einer riesigen Fläche Giraffen, Zebras, Nyalas, Buffalos, Nashörner, Warthogs (wie heißt das auf Deutsch? Wir nennen es immer Pumba) und noch so einiges mehr. Außerdem gibt es einen abgegrenzten Löwenbereich, wo die Löwen zwar selbstständig leben aber gefüttert werden (ganze Pferde oder Kühe zb) damit sie nicht die teuren Tiere im restlichen Reserve reißen.

Wir hatten echt viel Glück, wir haben viele Dinge gesehen angefangen von zwei Nashörnern direkt neben unserem Jeep bis hin zu Löwenbabys die gerade ein Pferd verspeisen.

Abends wurden wir mit fantastischem Essen verwöhnt und schliefen in sehr luxuriösen Zelten! Am nächsten Tag ging es dann auf Quads durch den Park, das war auch eine hammer Erfahrung!

Alles in allem zwei super tolle Tage mit richtig viel Action!

30Juni
2019

Alle guten Dinge sind drei

Ich weiß nicht, wie viele von euch es mitbekommen haben, aber ich bin wieder zurück in Südafrika. Ja, richtig in dem Kinderheim dort, einfach weil ich unbedingt zurück wollte und durch die Pause zwischen Prag und Bielefeld einen langen Sommer habe.

Hierher gekommen bin ich tatsächlich nur über Umwege, denn mein Flieger von Düsseldorf nach Paris war schon so viel verspätet, dass ich einen ganzen Tag in Paris verbracht habe, weil mein Anschlussflug schon auf dem Weg nach Afrika war, als ich ankam.

Der Tag war aber tatsächlich sehr schön, ich war seit langem mal wieder in Paris und habe viel erkundet und noch einen Freund von Erasmus getroffen, der dort sein Praktikum macht. Das einzig anstrengende waren die 35 Grad, aber auch das habe ich irgendwie überlebt.

Und dann ging es weiter und es war so weit: ich saß im Auto auf dem Weg zum Kinderheim. Es war ein wunder wunderschöner Sonnenuntergang, der ganze Himmel hat in den verschiedensten Rottönen geleuchtet und auf dem Weg konnte ich langsam die angehenden Lichter beobachten. Da Ferien sind wären wohl einige Kinder nicht da und so war ich sehr gespannt wer da wäre und mich erkennen würde, da es eine Überraschung war, dass ich komme.

Angekommen und ausgestiegen, sah ich die Überraschung auf Musas und Tandos Gesichtern, und als sie "Aaaaannaaa!" riefen, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen.
Nach und nach kamen auch die anderen Kindern an und es war wie ein nach Hause kommen. Auch wenn es einige neue Kinder gibt und Dinge sich geändert haben, ist es doch einfach so vertraut hier zu sein und ich freue mich richtig auf die Zeit!

Jetzt werde ich erstmal wieder meinen Rhythmus finden und dann berichte ich bald nochmal mehr :)

29Juni
2019

Nachtrag: die letzten Wochen in Prag

Nachtrag: Ich habe noch im Mai angefangen diesen Eintrag zu schreiben, aber dann war so viel los bei mir, dass ich es einfach nicht mehr geschafft habe ihn zu beenden. Bilder muss ich auch nachträglich hochladen, da ich viele momentan nicht auf meinem Handy habe.


Wow, jetzt ist es gerade mal zwei Wochen her, dass ich mich von Prag verabschiedet habe und doch fühlt es sich an wie eine kleine Ewigkeit. Was vor allem daran liegt, dass ich permanent unterwegs und richtig viel beschäftigt war.

Aber da ich in den letzten Wochen in Prag den Blog nicht wirklich regelmäßig geschrieben habe, wollte ich das hiermit noch einmal ein bisschen nachholen. Es war viel von allem dabei: Alltag, Lernen und Klausuren, und auch vielen tollen Events.

Angefangen bei der Boot Party. So abends um 7 ging es mit circa 300 Studierenden auf ein Boot auf die Moldau. Das Wetter war schön und die Stimmung war ausgelassen. Ich war mit meinen Jungs dort und wir haben erst die Aussicht genossen und viel gequatscht und dann auch später die Tanzfläche unsicher gemacht. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich empfehlen kann!

Dann haben wir auch noch das International Dinner gewonnen! Bei diesem Event geht es darum, sein landestypisches Essen vorzubereiten und nachher stimmen alle Teilnehmer ab, was ihnen am Besten gefallen hat. Dass Deutschland dabei gewinnen würde, hätte ich nie gedacht. Das lag aber vor allem auch daran, dass leider wenige Teams teilgenommen haben.
Ich darf unsere Mühe trotzdem nicht schmälern, wir haben echt viele leckere Sachen vorbereitet: Apfelpfannkuchen, Nudelsalat, Schwarzbrot mit Frischkäse, Zwiebelbeet, Rollmops, einen Hefestuten, Käsesalat und natürlich Leberkäse!


Und dann war Tanz in den Mai, was aber in Tschechien traditionell der Tag der Hexenverbrennung ist. Zusammen mit Boris und Marek war ich bei einem großen Stadtfest mit Live Musik und lokalem Bier. Später haben wir noch unser eigenes Lagerfeuer in Mareks Garten gemacht und bis tief in die Nacht gequatscht, ich liebe solche Tage!

23Mai
2019

Wieder unterwegs

Lange war ich ja jetzt wirklich nicht Zuhause, 5 Tage um genau zu sein. Die Zeit habe ich aber auch sehr gut genutzt, um Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen und habe mich direkt wieder daheim gefühlt. Ich war auf einem richtig tollen Benefiz-Konzert von Freunden von mir, Tretboot fahren in Werden und auch noch ein Kurzbesuch in Holland.

Und wo bin ich jetzt? Kleiner Tipp, hier ist es auf jeden Fall viel wärmer uns es ist mit dem ersten Semester verbunden. Richtig, ich bin in Spanien und besuche Julia und Elisa.
Julia ist so eine enge Freundin für mich geworden und es tut uns beiden so gut, uns endlich wieder zu sehen! Es war so als wären wir nie getrennt gewesen, haben direkt wieder über alles und nichts geredet und einfach die Zeit zusammen verbracht.

Da beide momentan im Praktikum sind, habe ich die Morgende bis Nachmittags für mich alleine. Klar wäre es toll, wenn wir mehr Zeit zusammen hätten, aber gleichzeitig heißt das auch für mich: Batterien auftanken. Ich habe endlich mal wieder ausgeschlafen, gelesen und bin einfach herum spaziert.

Außerdem fängt das Leben in Spanien schließlich auch erst so gegen 5 nachmittags wieder an und sind wir immer noch lange in der Stadt unterwegs, haben Tortilla + German sweets Nächte oder sind einfach froh viel zu quatschen.

Kurzum: Ich bin richtig glücklich mit meiner Zeit hier!

15Mai
2019

Wie? Das wars jetzt?

Wow, ich sitze im Zug und in drei Stunden bin ich in Essen und diesmal nicht nur für ein Wochenende. Naja okay doch, denn dann geht es nach Spanien. Aber worum es mir geht: Ich habe mich von Prag verabschiedet.

Diese neun Monate sind wie im Flug vergangen und es kommt mir auch immer noch nicht so vor, als wäre das hier die Realität. Es ist einfach eine weitere lange Bahnfahrt, wie so häufig im letzten Jahr.

Aber nein, meine Tränen, die Abschiedsgeschenke und meine winkenden Freunde zeugen davon, dass es wirklich real ist.

Es gibt so unfassbar vieles was ich vermissen werde, studieren im Ausland ist einfach nicht in Worte zu fassen. Ich meine es ist nicht das erste Mal, dass och mich aus dem Ausland verabschieden muss, aber diesmal ist es so ganz anders.

Zusammen in Prag zu studieren heißt für mich meine Bart's Fan Group zu finden. Freunde, mit denen man jeden Tag verbringt. Mit denen man Ausflüge macht, Restaurants besucht oder einfach nur chillt. Mit denen man vortrinkt und feiert oder doch lieber kocht und zuhause versackt. Freunde, bei denen ich mich so wohl fühle, dass der Gedanke, nicht einfach spontan bei ihnen vorbeigehen zu können Tränen in meine Augen steigen lässt.

Die beiden Semester hätten unterschiedlicher nicht sein können und doch könnte ich nicht sagen, welches besser war. Besser oder schlechter ist außerdem so eine negative Bewertung. Anders - ja, anders auf jeden Fall. Beide Semester war ich mit meinem ganzen Herzen glücklich und das ist es letztendlich, was zählt!

Prag ist ein toller Ort zum Leben, ich werde die alten Straßen vermissen, die vielen Möglichkeiten Essen zu gehen, den public transport, sleva sleva shopping und einfach random durch die Stadt zu ziehen.

Aber viel mehr als um die Stadt geht es um die Leute. Und da kann ich mich so unfassbar glücklich schätzen, dass ich es kaum fassen kann! Ich habe Freundschaften geschlossen, die so gut sind, dass ich es mir nie hätte erträumen können. Und das tollste daran: wir haven nichtmals eine gemeinsame Muttersprache. Reisen durch Studieren ist anders als alle anderen Reiseformen, die ich bisher erlebt habe und es hat mir die engsten Beziehungen gegeben. Man steckt genau in der gleichen Situation und im gleichen Alter und hat sogar relativ viel Zeit, die man zusammen verbringen kann.

Wie auch immer, mal wieder gibt es ein Wort, welches am stärksten aus allen Gefühlen heraussticht: Dankbarkeit!

Danke für ein Jahr, was ich mir besser nicht hätte wünschen können!

03Mai
2019

Hinterher hinken beim Schreiben

Ich würde wirlick gerne mehr berichten von meinem Leben gerade, den großen und den kleinen Dingen, den wichtigen und den unwichtigen.
Aber momentan ist mein Leben so vollgepackt, dass ich schon kaum zur Ruhe komme und nur von einem Event zum anderen springe.
Das ist vollkommen okay und ich mag es auch sehr gerne, denn es ist selbstgemachter Stress. Wenn man dann allerdings noch vier Klausuren in der nächsten Woche anstehen hat, geht die Zeit eher fürs Lernen als fürs Blogschreiben drauf.
Inzwischen sind es nichtmals mehr zwei Wochen bevor es wirklich nach Deutschland geht (okay, dann werde ich auch hauptsächlich reisen, aber es ist der finale Prag Abschied).
Ich kann das alles noch überhaupt nicht realisieren, auf den Sommer freue ich mich unfassbar, aber gleichzeitig ist Prag auch mein Zuhause geworden und hier zu gehen wird alles andere als leichtfallen.

Deshalb mache ich jetzt erstmal noch das Beste aus den verbleibenden Tagen und genieße jeden Moment!

22April
2019

Immer unterwegs

Hat man in der Uni Osterferien? Nein. Aber naja, wenn man in jedem Kurs einmal fehlen darf, dann ist ein Familientrip in die Berge und zum Gardasee doch sehr reizvoll.
Und so sah dann auch meine letzte Woche aus. Samstag Morgen in Zug und Bus, um mich mit meinen lieben Drein im Bayern zu treffen.

Die erste Zeit verbrachten wir in einer Hütte in Südtirol, hoch oben in den Bergen. Es war jedes Mal ein neues Abenteuer die kurvige Straße vom Dorf hinauf zu fahren, es ging aber ohne Macken gut. Der Blick vom Balkon war atemberaubend und die Hütte komplett in Holz verkleidet. Die Tage waren gefüllt mit Wandern (ob Schluchtenweg, Abenteuer-Bergklettern oder Schneewanderungen war alles dabei), Essen kochen, lesen und beieinander sein.


Nach vier Tagen ging es dann auf zum Gardasee. Dort hatten wir von unserem Appartment Blick auf den See, der wirklich super schön ist. Wir sahen verschiedene kleine Städtchen entlang der Küste, welche zum Glück noch nicht super überfüllt waren und spazierten viel am Ufer des Sees entlang.

Natürlich gab es auch die ein oder anderen (okay vielleicht auch häufiger mal) Unstimmigkeiten und Diskussionen, aber so ist das ja nunmal in jeder Familie.
Trotzdem haben wir es immer wieder gut geschafft uns zusammen zu raufen und das ist schließlich das was zählt!

Am Samstag erfüllten wir Juls großen Wunsch und mieteten für eine Stunde ein Motorboot. Das durfte man ohne Füherschein fahren und es ging sogar ordentlich ab, bis zu 47 kmh hatte es drauf. Wir alle steuerten mal, genossen den Fahrtwind, die grandiose Aussicht, die Gischt und den Sonnenschein.

Auch der Osterhase besucht uns mal wieder und so durften wir Sonntagsmorgens auf Eiersuche gehen. Der Osterhase brachte aber noch viel mehr als nur Eier, nämlich auch tolle Geschenke wie Schuhe, Klamotten und Socken, da freuten wir uns umso mehr!

 

Der Tag wurde dann noch in Sirmione und Verona verbracht mit sehr leckerem sri lankischen Essen, bevor es für mich abends um 9 in den Bus ging. Jetzt ist es schon 8 Uhr am nächsten Morgen und ich bin fast schon wieder in Prag.

Jetzt holt mich auch die Realität wieder ein, denn es stehen 4 Prüfungen an, aber da werd ich die nächsten Tage mal ein bisschen durchpowern.

Ich bin sehr dankbar für unsere Familienzeiten, dafür dass es noch selbstverständlich ist, dass ich mitkomme und für den Spaß, den wir miteinander haben!

06April
2019

Wandern lässt das Herz fliegen

Was macht man, wenn man freitags keine Uni hat? Wie wäre es mit einer 15 Kilometer Wanderung durch die böhmische Schweiz?

Ich kann es auf jeden Fall nur empfehlen, ich glaube das ist einer der schönsten Wanderungen, die ich je durch Mitteleuropa unternommen habe (aber warten wir mal bis ich in zwei Wochen am Gardasee bin)! Mit einer Gruppe von neun Leuten ging es gut gelaunt bei den ersten Sonnenstrahlen los. Im Zug konnten wir in unserem Abteil die Sitze ausziehen und hatten dadurch mit Musik und viel Gelächter eine der entspanntesten Fahrten überhaupt. Ungefähr zwei Stunden von Prag entfernt an der deutschen Grenze startete dann unser Hike. Der Mann an der Touristeninfo war super freundlich und half uns gerne weiter, immer noch sind wir überrascht, wenn Leute hier wirklich freundlich sind.

Erstmal ging es eine Zeit flussaufwärts und auch bergauf. Da teilten wir uns schnell in zwei Gruppen auf, während Boris und ich fix den Berg hinauf stiegen, ließen es die anderen lieber etwas gemütlich angehen. Umso besser für uns, denn wir versteckten uns in einer Felsspalte und jagten den anderen einen gehörigen Schrecken ein. Da folgte natürlich viel Gelächter von unserer Seite. Der Fairness halber muss ich aber gestehen, dass Boris mich auch ein paar Mal echt erschreckt hat.

Spontanes Fotoshooting

Die Ausblicke, die wir auf die zerklüften Felsen und gleichmäßigen Formationen hatten waren atemberaubend und auch unser Lunchspot hatte einen richtig weiten Ausblick. Nach dem langen Aufstieg genossen wir also ein kaltes Radler und unsere mitgebrachten Sandwiches. Weiter ging es vorbei and Sandsteinfelsen und durch Wälder, bis schließlich hinein in die Schlucht. Dort nahmen wir nach kurzer Wanderung ein kleines Boot und sahen sogar einen Wasserfall!

Abends hatten wir dann erschöpft aber glücklich ein verdammt gutes Abendessen in einem lokalen Burgerrestaurant. Die Pommes waren super gut, ebenfalls die Burger und die Nachos.
Gut gestärkt ging es dann Richtung Heimat und für drei von neun Wanderern war das Abenteuer noch nicht vorbei, denn wir gingen noch spontan auf die Kirmes, auf ein riesiges Karusell und eine wilde Schleuderfahrt mit Loopings, Drehungen und blitzenden Lichtern. Dabei konnten wir auch nicht aufhören vor Vergnügen zu lachen und ab und an zu kreischen.

Alles in allem also ein super toller Tag, der glücklich macht!

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